Ihr Lieben,
inzwischen bin ich schon wieder (zumindest für kurze Zeit…) in Europa… Unglaublich aber wahr: Ich bin tatsächlich einmal um die Welt gereist…!!!
Und Kalifornien war auf dieser Reise der einzige Platz, an dem ich vorher schon einmal war… Und das war genau richtig…
Nachdem Helga wieder (mit einigen Umwegen wie sich hinterher rausgestellt hat… J) nach Deutschland zurückgeflogen war und ich meinen 12-stündigen Flug nach San Francisco gut überstanden hatte, fuhr ich mit dem Shuttle zu meinem Guesthouse mitten in The Castro in San Francisco…
Ich merkte aber recht schnell, dass ich zwar körperlich dort war, ich mich gedanklich aber doch recht stark mit mir selbst beschäftigte…
Nach den 3 Wochen mit Helga fiel es mir doch recht schwer, mich wieder auf das „Alleinreisen“ einzulassen… Ich habe festgestellt, dass es wirklich „Kraft“ kostet, sich dann wieder ins Getümmel zu schmeißen und fremde Menschen in einer Bar anzusprechen…
Und ich stellte fest, dass ich ein wenig reisemüde war… Ich hatte das Gefühl, ich kann keine neuen Eindrücke mehr verarbeiten und ich merkte wie sehr ich mich auf Euch, meine Freunde und unsere Wiedersehen freue…
So war es gut, dass ich nicht in einem Hotel wohnte, sondern in einem Guesthouse mit „Familienanschluss“. Es war auch gut, dass ich nicht mehr das Bedürfnis hatte, Sightseeing machen zu müssen. Schließlich waren mir auch die Amerikaner mit all Ihren Verhaltensweisen aus meinen früheren Reisen schon sehr vertraut…
So habe ich die Woche in San Fran vor allem genutzt, die letzten Wochen und Monate für mich nochmal Revue passieren zu lassen… Wie aufregend!!!
In San Fran selbst habe ich viel in der Sonne am Hafen gesessen, Musik gehört und gelesen…

War ein wenig shoppen,



habe mir das alltägliche Leben der Amerikaner angeschaut…
Einen Tag bin ich mit der Fähre nach Sausalito rübergefahren,

ein wunderbarer „Vorort“ von San Fran mit tollen Häusern in den Hügeln

und normalerweise einem phantastischen Blick auf San Fran. Allerdings hats hier im Sommer aber immer sehr viele Wolken und Dunst, sodass weder die San Fran Bay noch die Golden Gate Bridge wirklich zu sehen war…

Einen Abend bin ich dann in ein winziges Theater (rund 40 Zuschauer passten dort nur rein) gegangen und habe mir ein Stück über die Höhen und Tiefen der Freundschaft von 3 schwulen Paaren angeschaut… „That’s what friends are for“ J Mein Gott, habe ich an diesem Abend herrlisch gelacht!
Überhaupt habe ich in meinem Leben noch nie so viele schwule und lesbische Menschen gesehen… Die Stadt strahlt eine derartige Toleranz aus, das ist gigantisch! Das war eine wirklich schöne Erfahrung für mich!

Am Donnerstag bin ich dann noch kurz nach Las Vegas geflogen,

da ich dort vor einigen Jahren eine Show vom Cirque du soleil gesehen hatte („O“), die aufgrund Ihrer aufwendigen Bühne niemals auf Tournee gehen kann… Diese Show hatte mich damals so in Ihren Bann gezogen, dass ich sie unbedingt nochmal sehen wollte… Also flog ich mit Virgin America rüber. Das ist eine wirklich coole Ailine. Wenn man ins Flugzeug kommt, sind alle Fenster dunkel und das ganze Flugzeug strahlt innen mit Neonlampen…

Coole Sitze, super lockere Flugbegleiter, tolle schwarze Uniformen und ein geniales Unterhaltungsprogramm… Da kann man sein Essen und seine Drinks auf dem Touchscreen vor sich „online“ bestellen… J Und der Film zu den Sicherheitsvorkehrungen ist auch ein wenig anders, wie ihr vielleicht schon an den darstellenden Figuren erkennen könnt…

Vegas selbst war extrem heiß (rund 42 Grad) und wirkte sehr schnell ein wenig „bitchie“ auf mich… Alles ist riesig und nur auf Geld und Sex ausgerichtet… In meinem Hotel, dem MGM, gibt es rund 6.000 Zimmer und an dem Tag checkten 4.000 neue Gäste ein… Da standen an der Rezeption 32 Angestellte, die am Fließband eincheckten…

Die Besucher Las Vegas sind ausschließlich auf Spaß aus und erinnern mich ein wenig an den Ballermann…
Vielleich lag es aber auch daran, dass ich einfach „voll“ mit Eindrücken bin…
Dennoch hatte ich eine gute Zeit in Vegas, letztlich waren es ja nur 24 Stunden…



Und so habe ich auch runde Rolltreppen

und Restauranttische mit kühlendem Feuchtnebel inklusive gesehn….

Und die Löwen in der Lobby meines Hotels waren natürlich auch nicht ohne…

Ich hatte mich entschieden, abends nochmal „vollen Konsum“ zu machen und hatte mir zunächst eine neue Show vom Cirque mit unglaublich viel positiver Resonanz in Amerika anzuschauen: „Love – The Beatles“.

Es ist immer wieder faszinierend, wie kreativ dieser Cirque du soleil ist und mit wieviel Aufwand er es schafft, die Zuschauer in eine andere Welt zu versetzten… Bei „Love“ haben Sie erstmals „bekannte“ und nicht mystische Musik verwendet und ich kann Euch sagen, die Musik der Beatles hat alle 5.000 Zuschauer (2 Vorstellungen täglich!) in eine unglaubliche Partystimmung geführt… Toll!!!

„O“ war dann auch beim zweiten Mal mein absolutes Highlight!!! Wann immer Ihr die Chance habt, nach Vegas zu kommen, müsst Ihr diese Wasser-Show anschauen… Phantastisch!!!
Freitag Abend hatte ich dann Jackie und Kristin in San Fran zum Essen getroffen. Wir hatten uns auf Tahiti kennen gelernt und ausgemacht, dass wir uns in San Fran treffen, da die beiden dort leben.
Ein herrlisch entspannter, lustiger und interessanter Abend!
Tja und Samstag ging es dann auch schon wieder zurück nach Europa… „Leider“ musst ich dann wegen Überbuchung auch noch Business fliegen ( J)…
Inzwischen bin ich gut in London angekommen und werde hier eine Woche mit Freunden verbringen.
Mein Blog ist diesmal nicht so ausführlich, das liegt aber eher daran, dass ich gedanklich schon an einem Rückblick arbeite…
Diesen werde ich Euch zum Ende meines Blogs, Ende September schreiben…
Bis dahin nehme ich mir nun mal eine Woche “private Auszeit“ hier in London.
Nächsten Sonntag geht’s dann kurz nach Hamburg und weiter nach Neuss und nach München. Ich freue mich schon auf die Wiedersehen mit Euch und kann dann schonmal ein paar erste Dinge in München organisieren für meinen neuen Lebensabschnitt ab Oktober…
Am 11. 9. geht’s dann nochmal für 2 Wochen nach Bangkok und Japan… Ihr seht, es bleiben noch viele tolle Momente vor mir und ich genieße weiterhin „the time of my life“…
In diesem Sinne: Fühlt Euch umarmt, Hugs Euer Micha